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OEKO-TEX STANDARD 100: neue Grenzwerte und Verbote

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Autor: TRTex Redaktion
Veröffentlicht: 24. Juni 2026 · Zuletzt geprüft: 29. September 2026 · ⏱️ 2 Min. Lesezeit
OEKO-TEX STANDARD 100: neue Grenzwerte und Verbote

OEKO-TEX STANDARD 100 Regulierungskonzept

Der OEKO-TEX STANDARD 100 ist ein unabhängiges Zertifizierungssystem, bei dem Textilien vom Garn bis zum Fertigprodukt auf Schadstoffe geprüft werden [1], [4]. Wie im Standarddokument ausdrücklich betont, ist der STANDARD 100 kein Qualitätssicherungszertifikat oder allgemeines Nachhaltigkeitslabel; er ist ein technischer Nachweis, der belegt, dass potenziell gesundheitsschädliche chemische Substanzen durch Laboranalysen kontrolliert wurden [1], [4].
Das System teilt textile Produkte nach dem Grad des Kontakts mit dem menschlichen Körper in vier Produktklassen ein [1], [4]. Produktklasse I umfasst Baby- und Kleinkinderartikel bis zu 3 Jahren und weist die strengsten Grenzwerte auf [1], [4]. Produktklasse II umfasst Artikel mit direktem Hautkontakt wie Bettlaken und Bettbezüge [1], [4]. Produktklasse III gilt für Artikel ohne Hautkontakt [1]. Produktklasse IV umfasst Heimtextilien und Dekorationsmaterialien wie Vorhänge, Möbelstoffe und Tischdecken [1], [4].

2026 Neue Grenzwerte und Chemikalienbeschränkungen

Mit der ab dem 1. Juni 2026 verbindlichen Aktualisierung wurde der Grenzwert für Bisphenol B, Bisphenol F, Bisphenol S und Bisphenol AF auf 200 mg/kg abgesenkt [2]. Zudem wurden die Grenzwerte für p-Anisidin und TPP (Triphenylphosphat) geändert [2].
Seit 2023 untersagt OEKO-TEX die vorsätzliche Verwendung von PFAS im STANDARD 100; für Spurenkonzentrationen gelten Grenzwerte [2], [5].

Flammschutzmittel und Zertifizierungszyklus

Für Hersteller von Heimtextilien und Vorhängen unterliegt der Einsatz von Flammschutzmitteln (FR) besonderen Vorschriften [2], [3]. Die Regeln für Flammschutzmittel und PFAS sind in allen Produktklassen von Klasse I bis Klasse IV ausnahmslos identisch [2], [4]. Die in den Stoffen eingesetzten Flammschutzmittel müssen vorab von OEKO-TEX bewertet und akzeptiert worden sein [3], [4]. Die in Anhang 5 der Norm aufgeführten Flammschutzmittel (z. B. PBB, PBDE, HBCDD und TCEP) sind verboten [3], [4].
Der Zertifizierungsprozess wird von autorisierten OEKO-TEX Instituten wie Hohenstein und Centexbel durchgeführt [7]. Ausgestellte Zertifikate sind 1 Jahr gültig und werden jährlich durch erneute Probenprüfung verlängert [1]. Betriebe, die umweltfreundliche und sozialverträgliche Bedingungen nachweisen wollen, können das MADE IN GREEN Label beantragen [9]. Käufer können die Zertifikatsnummer online über das OEKO-TEX Label Check Portal verifizieren [10].
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TRTex Redaktion

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QUELLEN & ZITATE
  1. OEKO-TEX (STANDARD 100) (abgerufen: 2026-09-29) — oeko-tex.com ↗
  2. OEKO-TEX (Limit Values: New Regulations 2026) (abgerufen: 2026-09-29) — oeko-tex.com ↗
  3. OEKO-TEX (STANDARD 100 Appendices 4 & 5) (abgerufen: 2026-09-29) — oeko-tex.com ↗
  4. OEKO-TEX (STANDARD 100 Standard Edition 01.2026) (abgerufen: 2026-09-29) — oeko-tex.com ↗
  5. OEKO-TEX (Press Release 2023 New Regulations) (abgerufen: 2026-09-29) — oeko-tex.com ↗
  6. OEKO-TEX (STANDARD 100 Factsheet) (abgerufen: 2026-09-29) — oeko-tex.com ↗
  7. OEKO-TEX (Authorized Institutes) (abgerufen: 2026-09-29) — oeko-tex.com ↗
  8. EUR-Lex (Regulation (EU) 2024/2462, PFHxA) (abgerufen: 2026-09-29) — eur-lex.europa.eu ↗
  9. OEKO-TEX (MADE IN GREEN) (abgerufen: 2026-09-29) — oeko-tex.com ↗
  10. OEKO-TEX (Label Check) (abgerufen: 2026-09-29) — oeko-tex.com ↗