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BS 5867-2 Norm: Brandschutzregeln für Objektvorhänge

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Autor: TRTex Redaktion
Veröffentlicht: 23. Juli 2026 · Zuletzt geprüft: 28. September 2026 · ⏱️ 3 Min. Lesezeit
BS 5867-2 Norm: Brandschutzregeln für Objektvorhänge

Anwendungsbereich und britisches Baurecht


BS 5867-2 ist die zentrale britische Norm zur Festlegung der Entflammbarkeitsanforderungen für Vorhänge, Drapierungen, Jalousien und Futterkombinationen im Objektbereich [1]. Bei Textilien für öffentliche Gebäude, Hotels, Krankenhäuser und Geschäftsräume richtet sich die geforderte Schwerentflammbarkeit nach dem Gebäudezweck und der Brandrisikobewertung [1, 2]. Die Norm regelt Entzündungsprüfungen für Stoffe und Futter sowohl einzeln als auch im Verbund [1]. In britischen Objektbauten werden Vorhänge mit bestandener Prüfung nach BS 5867-2 Type B üblicherweise als regelkonform anerkannt [2].

Während im europäischen Raum die Norm EN 13773 als Referenz dient, bleibt BS 5867-2 der massgebliche Standard für britische Ausschreibungen [1, 4]. Für exportierende Betriebe ist die genaue Abstimmung mit den geforderten Risikoklassen unerlässlich [1, 2]. Die Nutzungsart und die baulichen Gegebenheiten bestimmen die in den Leistungsverzeichnissen geforderte Stufe [2].

Prüfmethodik und Beurteilungskriterien


Bei der Prüfung wird die Stoffprobe vertikal befestigt und die Zündquelle direkt auf die Stoffoberfläche gerichtet, anstatt an die Unterkante [1, 2]. Diese Oberflächenprüfung ermittelt das Brandverhalten und die Flammenausbreitung über das Material [1, 2]. Die senkrechte Ausrichtung simuliert die Flammeneinwirkung auf hängende Vorhänge im Brandfall [1, 2]. Zu den zentralen Bewertungskriterien zählen [2]:
- Die Ausbreitungsdistanz der Flamme auf der Stofffläche sowie die Nachbrennzeit [1, 2],
- Das Auftreten brennenden Abtropfens von der Probe [2].

Brennendes Abtropfen erhöht das Risiko einer Brandausbreitung auf Bodenbeläge und Möbel und wird daher streng bewertet und begrenzt [2]. Werden modifizierte Fasern wie permanent schwerentflammbares Trevira CS eingesetzt, bleibt die Schwerentflammbarkeit auch nach Wäschen oder intensiver Nutzung voll erhalten [3]. Durch die Verankerung im Polymer behält das Gewebe seine schützenden Eigenschaften über die gesamte Gebrauchsdauer [3].

Leistungsklassen Type A, Type B und Type C


BS 5867-2 unterscheidet drei Leistungsstufen je nach Beanspruchung [2]:
- Type A: Die Einstiegsstufe der Norm [2]. Die Prüfung erfolgt nach BS EN ISO 6941 mit einer Flammeneinwirkung von 10 Sekunden auf die Probenoberfläche [1, 2]. Untersucht wird das grundlegende Zündverhalten [2].
- Type B: Die im Objektbereich am häufigsten spezifizierte mittlere Stufe [2]. Nach BS EN ISO 15025 wird die Flamme 15 Sekunden lang an die Oberfläche angelegt [1, 2]. Die Proben werden vor und nach dem festgelegten Reinigungsverfahren separat geprüft [2].
- Type C: Die anspruchsvollste Prüfstufe der Norm [2]. Die Textilien müssen 50 gewerbliche Waschzyklen nach BS EN ISO 10528 durchlaufen, bevor die Entflammbarkeitsprüfung stattfindet [1, 2]. Auch nach 50 Waschgängen müssen Grenzwerte zur Flammenausbreitung und das Verbot brennenden Abtropfens eingehalten werden [2].
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QUELLEN & ZITATE
  1. BSI (abgerufen: 2026-09-28) — knowledge.bsigroup.com ↗
  2. SATRA (UKAS akrediteli test kuruluşu) (abgerufen: 2026-09-28) — satra.com ↗
  3. Trevira (Indorama Ventures) — lif üreticisi (abgerufen: 2026-09-28) — trevira.de ↗
  4. BSI (abgerufen: 2026-09-28) — knowledge.bsigroup.com ↗