Istanbuler Industriekammer fordert zur 10. IFCO ein neues mittelfristiges Programm: Produktion und Export vorrangig fördern
Laut Textilegence forderten Branchenvertreter auf der 10. IFCO ein neues mittelfristiges Programm (MTP) zur Stärkung der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit.
Die Eröffnung der 10. Istanbuler Fachmesse für Bekleidung und Konfektion (IFCO) bot den Rahmen für grundlegende wirtschaftspolitische Bewertungen der türkischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Wie Textilegence berichtet, analysierten Handelsminister Ömer Bolat und der Gouverneur von Istanbul, Davut Gül, während der offiziellen Zeremonie die Branchensituation. In diesem Rahmen forderte der Vorstandsvorsitzende der Industriekammer Istanbul (ISO), Erdal Bahçıvan, die Ausarbeitung eines neuen mittelfristigen Wirtschaftsprogramms (MTP), das Produktion und Ausfuhr gezielt priorisiert, um die türkische Wettbewerbsfähigkeit auf den Auslandsmärkten zu sichern.
Grundlegende Analyse
Die auf der Messe formulierten Forderungen verdeutlichen, dass die türkischen Textilhersteller angesichts steigender Stückkosten und schwächelnder Auslandsmärkte strukturelle Entlastungen benötigen. Für Produzenten und Großhändler wertschöpfungsintensiver Segmente wie Heimtextilien, Gardinen, Möbelstoffe und Sonnenschutzsysteme ist diese Ausrichtung von zentraler Bedeutung. Branchenvertreter drängen auf die rasche Bereitstellung staatlicher Förderinstrumente und industrienaher Kreditprogramme, um zu einem nachhaltigen Wachstumspfad zurückzukehren.
Diese Herausforderungen beschränken sich nicht auf nationale Wirtschaftsmaßnahmen, sondern erfordern die Anpassung an internationale Vorgaben. So hat der europäische Textilverband EURATEX an die Politik appelliert, einen neuen EU-Industriepakt zur Förderung von KMU bei Dekarbonisierung und Digitalisierung aufzulegen. Entsprechend müssen türkische Heimtextil-Exporteure die Einführung des Digitalen Produktpasses (DPP) vorantreiben, der ab 2027 im Rahmen der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) verpflichtend wird. Experten unterstreichen, dass Betriebe, die diese Umstellung bis Juni 2026 abschließen, über einen klaren Wettbewerbsvorteil verfügen werden.
- Produktions- und exportorientiertes MTP: Zur Sicherung der globalen Marktposition fordert die Industrie eine Senkung der Kostenbelastung und maßgeschneiderte Exportfinanzierungen.
- Integration des Digitalen Produktpasses (DPP): Um den barrierefreien Zugang zum EU-Binnenmarkt zu wahren, müssen Textilbetriebe ihre Investitionen in die grüne und digitale Transformation bis Juni 2026 abschließen.
- Investitionen in technische und antibakterielle Textilien: Der Weg aus der Krise führt über hochmargige Spezialsegmente. Das 85-Millionen-TL-Projekt von KTO Çarşaf im Industriegebiet Konya für antibakterielle Bettwaren dient hierbei als Referenz.
Fazit und Handlungsempfehlungen
Für die türkische Heimtextil- und Gardinenbranche erfordert die neue Ära den entschlossenen Abschied von reiner Massenfertigung zugunsten technologiebasierter, nachhaltiger Produkte. Neben nationalen wirtschaftspolitischen Impulsen müssen Betriebe eigenverantwortlich in die Umsetzung des Digitalen Produktpasses nach EU-Vorgaben investieren. Auf digitalen B2B-Plattformen tätigen Exporteuren wird empfohlen, akkreditierte Umweltzertifikate und technische Nachweise bereitzustellen, um ihre Marktanteile im internationalen Wettbewerb mittelfristig abzusichern.
Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung aus der angegebenen Quelle zusammengestellt — Textilegence (EN). (EU 2024/1689 Art. 50)
Laut Textilegence forderten Branchenvertreter auf der 10. IFCO ein neues mittelfristiges Programm (MTP) zur Stärkung der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit.








